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7-Tage-Reiseroute · 24. August 2026 · 12 Min Lesezeit

7 Tage Westgriechenland: Die komplette Camper-Route ab dem Flughafen Aktion

Von der schwimmenden Brücke nach Lefkada über die Klippen von Porto Katsiki, das Schloss von Parga bis zu den Gipfeln von Meteora — eine ganze Woche Westgriechenland im Camper, Start und Ziel am Flughafen Aktion (PVK).

Lefkada town overlooking the water, Western Greece

Die meisten Griechenland-Besucher fahren direkt nach Santorin oder Mykonos, stehen für die Fähre Schlange und zahlen Hochsaisonpreise auf den Inseln. Westgriechenland ist das offene Geheimnis des Landes: dasselbe kristallklare Wasser, dieselben weißgetünchten Dörfer — aber mit einem Bruchteil des Trubels. Der Flughafen Aktion (PVK) setzt dich mittendrin ab: Preveza ist 10 bis 15 Minuten entfernt, Lefkada etwa eine halbe Stunde, und die legendären Strände der Westküste kaum mehr als eine Stunde. Keine Nachtfähren, keine Anschlussflüge.

Das ist deine Woche, Tag für Tag: zwei Küsten von Lefkada, das Hafenstädtchen Parga, ein Fluss, den die griechische Mythologie in die Unterwelt schickt, und ein Abstecher ins Landesinnere, entweder zu den Klöstern von Meteora oder an die wilden, menschenleeren Ufer des Kremasta-Sees.

Die Route auf einen Blick

  • Rundreise ab dem Flughafen Aktion (PVK), etwa 450–600 Kilometer, je nach Wahl an Tag 6.
  • 7 Tage, 6 Nächte — das Tempo unten lässt Raum, dort zu verweilen, wo du dich verliebst.
  • Am besten für: alle, die zum ersten Mal an die Ionische See reisen und Inseln, Klippen, Flüsse und Berge in einer einzigen Reise erleben möchten.

Tag 1: Ankunft am PVK → Preveza → Deine erste Nacht

Lass dir Zeit. Wir empfangen dich am Flughafen mit deinem fertig vorbereiteten Camper — Schlüssel, Einweisung, lokale Tipps und eine kalte Flasche Wasser im Kühlschrank. Die Übergabe dauert etwa 20 Minuten, danach bist du frei.

Dein erster Stopp ist Preveza, 10 bis 15 Minuten Fahrt entlang der Küste. Parke an der Uferpromenade und vertritt dir die Beine. Preveza ist eine echte griechische Stadt, kein Resort — der Hafen ist gesäumt von Fischtavernen, in denen jeden Morgen der frische Fang eintrifft. Sucht euch einen Tisch, bestellt gegrillten Oktopus mit einer Karaffe lokalem Weißwein und lasst die Zeitverschiebung euch einholen.

Deckt euch in Preveza ein

Es ist die größte Stadt, die ihr die nächsten Tage durchquert, und die Preise sind hier lokal, nicht touristisch überteuert. Südlich Richtung Monolithi Beach und nördlich bei Kanali findet ihr ruhige Übernachtungsplätze — Details in unserem Guide zu Übernachtungsorten.

Tag 2: Die Ostküste Lefkadas — Nydri, Dessimi Bay & Wasserfälle

Überquert nach Lefkada über die schwimmende Brücke von Agia Mavra — eine Pontonbrücke über den Lefkas-Kanal, keine feste Brücke und keine Fähre. Ihr fahrt einfach durch, ohne Buchung, ohne Fahrplan.

Die Ostküste ist die sanfte Seite Lefkadas: ruhiges Wasser, geschützte Buchten, grüne Hügel, die zum Meer abfallen. Von Lefkada-Stadt sind es etwa 15 bis 20 Minuten südlich nach Nydri, einem kleinen Hafenort mit Blick auf eine Handvoll winziger Inseln — ein guter Ort für einen zweiten Kaffee.

Von Nydri folgt ihr den Schildern zu den Dimosari-Wasserfällen (auch Nydri-Wasserfälle genannt): ein schattiger, 20- bis 30-minütiger Spaziergang durch eine Flussschlucht zu einem natürlichen Schwimmbecken. Die Wassermenge ist saisonabhängig, am schönsten im Frühling und Frühsommer, im August oft nur noch ein Rinnsal. Am Nachmittag geht es weiter südlich zur Dessimi Bay, einer geschützten Bucht mit warmem, flachem Wasser und einer kleinen Strandbar.

Nehmt die Küstenstraße gemütlich

Die Straße entlang der Ostküste verengt sich stellenweise zwischen den Olivenhainen — es gibt keine Eile, und die Aussichten sind es wert, langsamer zu fahren.

Tag 3: Die Westküste Lefkadas — Porto Katsiki, Egremni & Kathisma

Heute ist der Tag, der eure Erwartungen an einen Strand neu definiert. Die Westküste ist dramatisch: senkrechte weiße Klippen, die in ein so blaues Wasser abfallen, dass es digital bearbeitet aussieht. Ist es nicht — das ist einfach das Ionische Meer.

Startet früh am Porto Katsiki, regelmäßig zu einem der besten Strände Europas gewählt. Der Zugang führt über eine lange Klippentreppe — etwa 80 Stufen — also geht hin, bevor die Tagesausflugsboote aus Nydri eintreffen.

Von dort fahrt ihr nach Norden zum Egremni. Ein durch das Erdbeben von Lefkada 2015 ausgelöster Erdrutsch zerstörte den alten Zugangsweg, der jahrelang gesperrt blieb; eine neue Treppe hat den Zugang inzwischen wieder eröffnet, also prüft vor Ort die aktuelle Lage. Beschließt den Nachmittag am Kathisma Beach, dem am leichtesten zugänglichen der drei — ein langer Sandstrand mit Strandbar und dem Sonnenuntergang, bei dem man jedem, den man kennt, eine Nachricht schickt.

Nehmt alles Nötige mit zum Porto Katsiki

Schatten ist rar, und es gibt nur einen kleinen Kiosk. Sonnencreme, Wasser, Hut, Snacks — die Treppe zurück nach oben ist in der Nachmittagshitze kein Spaß.

Tag 4: Von Lefkada nach Parga über die Küstenstraße

Verlasst Lefkada auf demselben Weg, wieder über die Brücke, und biegt nach Süden ab. Die Fahrt nach Parga dauert etwa 1:15 bis 1:30 Stunden und zählt zu den schönsten auf dem griechischen Festland — sie folgt dem Ambrakischen Golf und schlängelt sich dann an der Küste entlang.

Macht einen Abstecher über Ammoudia, ein Fischerdorf an der Mündung des Acheron, und schwimmt dort, wo der Fluss auf das Meer trifft. In der griechischen Mythologie ist der Acheron einer der Flüsse der Unterwelt, den Charon überquert — es fühlt sich weit friedlicher an, als es klingt.

Kommt am späten Nachmittag in Parga an. Dies ist eines der Aushängeschilder Westgriechenlands: ein Schloss über einer halbmondförmigen Bucht, bunte Häuser, die den Hang hinabfließen, und eine Reihe kleiner Inseln direkt vor der Küste.

Tag 5: Parga — Schloss, der Acheron & Syvota

Beginnt mit dem Schloss von Parga. Seine Grundmauern stammen aus vorvenezianischer Zeit; die Venezianer bauten es über die Jahrhunderte großteils neu auf, Ali Pasha erweiterte es später im 19. Jahrhundert. Der Aufstieg vom Hafen dauert etwa 15 Minuten, der Zutritt zum Gelände ist kostenlos, und die Aussicht über die Stadt und die Inseln ist außergewöhnlich.

Fahrt am Vormittag etwa 20 Minuten zum Acheron bei Glyki. Ihr könnt allein durch die Schlucht waten und schwimmen — das Wasser ist quellgespeist und bleibt kalt, meist irgendwo zwischen 11 und 15 °C, selbst im Sommer, sodass einem bei den ersten Schritten der Atem stockt.

Am Nachmittag geht es weiter nach Syvota auf dem Festland (in Thesprotien — nicht zu verwechseln mit Lefkadas eigenem Sivota, das ihr an Tag 2 passiert habt). Das ist eine Ansammlung kleiner Inseln und versteckter Buchten; der Strand Bella Vraka, über eine flache Sandbank mit einem nahegelegenen Inselchen verbunden, ist ein Favorit.

Zieht Schuhe an, die nass werden dürfen

Das Flussbett des Acheron ist steinig, und das kalte Wasser ist an einem heißen Tag wirklich erfrischend.

Tag 6: Abenteuer im Landesinneren — Meteora oder Kremasta-See & Panta Vrechei

Heute wählt ihr euer eigenes Abenteuer und fahrt ins Landesinnere, in ein völlig anderes Griechenland — Berge, Schluchten und Klöster auf Sandsteintürmen.

Option A, Meteora: Die Felsentürme zählen zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands, mit sechs noch aktiven byzantinischen Klöstern, die für Besucher geöffnet sind — Megalo Meteoro und Varlaam werden am häufigsten besucht. Die Fahrt von Parga dauert über Ioannina und die Egnatia-Autobahn etwa 2,5 bis 3 Stunden. Besucht zwei oder drei Klöster, wandert die Pfade dazwischen und übernachtet in Kastraki oder Kalambaka am Fuß der Felsen.

Option B, Kremasta-See & Panta Vrechei: Für etwas Wilderes und deutlich weniger Besuchtes fahrt ihr in die Agrafa-Region zum Kremasta-See — Griechenlands größtem Stausee — und weiter zum Panta Vrechei, einer schmalen Schlucht, in der ununterbrochen Wasser von überhängenden Felsen tropft (der Name bedeutet „es regnet immer"). Das ist ein beträchtlicher Umweg von der Küste aus, plant ihn also als vollen Tag und nicht als schnellen Zusatzstopp. Unsere ausführlichen Routenguides zum Kremasta-See und zu Panta Vrechei zeigen euch die genauen Straßen.

Tag 7: Rückkehr zum PVK über Amfilochia

Euer letzter Tag. Ob ihr von Meteora oder aus den Bergen um Kremasta kommt, eure Heimfahrt führt durch Amfilochia am Ambrakischen Golf — ein guter letzter Stopp für ein gemütliches griechisches Frühstück mit Blick aufs Wasser.

Von Amfilochia sind es noch etwa 45 bis 60 Minuten zurück zum PVK entlang des nördlichen Golfufers. Wir empfangen euch am Flughafen zu einer schnellen Übergabe — parken, Schlüssel zurückgeben, zum Gate laufen.

Schnellübersicht: Wo ihr jede Nacht übernachtet

TagHighlightÜbernachtungsgebiet
1Hafen und Tavernen von PrevezaMonolithi Beach oder Kanali
2Dimosari-Wasserfälle, Dessimi BayDessimi Bay oder Sivota (Lefkada)
3Porto Katsiki, Egremni, KathismaKathisma oder Agios Nikitas
4Acheron-Mündung bei Ammoudia, Ankunft in PargaValtos Beach, Parga
5Schloss von Parga, Acheron, SyvotaValtos Beach, Parga
6Meteora oder Kremasta-See & Panta VrecheiKastraki, oder am See bei Episkopi
7Frühstücksstopp Amfilochia, Rückkehr zum PVK

Praktische Informationen

Estimated Costs for the Week

Grobe Schätzung für zwei Personen, ohne die Camper-Miete selbst (aktuelle Preise auf unserer Flottenseite).

KategorieGeschätzte Kosten
Kraftstoff80–120 € (je nach Routenwahl)
Essen (Tavernen & Selbstversorgung)250–400 €
Einkäufe im Supermarkt60–100 €
Aktivitäten (Acheron, Klöster)30–50 €
Übernachtungs-/Parkgebühren0–70 € (je nach Ort)
Geschätztes Wochengesamt420–740 €

Griechenland bietet im Vergleich zu Westeuropa ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Taverna-Essen kostet meist 10–15 € pro Person inklusive Getränk; ein Kaffee 1,50–3 €.

Mautgebühren

Wer für Meteora die Egnatia-Autobahn Richtung Ioannina nimmt, durchquert mehrere kleine Mautstationen statt einer großen Maut — insgesamt kommen dabei meist etwa 8–12 € pro Strecke zusammen. Die Küstenstraßen nach Parga und um Lefkada sind mautfrei. Die meisten Stationen akzeptieren Karten, etwas Bargeld schadet aber nicht.

Beste Reisezeit

Der Sweet Spot liegt zwischen Mai/Juni und September: warm (25–30 °C), wenig los, alles geöffnet. Juli und August sind heißer (35 °C+), voller und teurer. Der Oktober ist herrlich, aber einige saisonale Tavernen und Strandbars schließen dann bereits.

Was ihr mitbringen solltet

  • Führerschein — ein normaler EU-Führerschein reicht; ein internationaler Führerschein ist für kurze Aufenthalte nicht nötig, kann aber hilfreich sein.
  • Wasserschuhe — für steinige Strände und den Acheron. Nicht verhandelbar.
  • Leichte Kleidungsschichten — an der Küste wird es abends kühl, in den Bergen ist es spürbar kälter.
  • Schnorchelausrüstung — die Wasserklarheit hier ist außergewöhnlich.
  • Wiederverwendbare Trinkflasche — Leitungswasser ist in den meisten Teilen dieser Region unbedenklich.
  • Sonnenschutz — Hut, Sonnencreme LSF 50, Sonnenbrille. Die griechische Sonne ist kein Scherz, besonders von Juni bis August.

Fahrtipps

  • Die Straßen an Lefkadas Westküste sind stellenweise kurvig und eng — unsere Camper kommen gut damit zurecht, aber fahrt ruhig.
  • In Griechenland herrscht Rechtsverkehr. Langsamere Fahrzeuge weichen auf den Seitenstreifen aus, um schnelleren Verkehr passieren zu lassen — Einheimische erwarten dieselbe Rücksicht zurück.
  • Parken in Parga ist im Sommer eng. Nutzt die Parkplätze am Ortsrand und geht zu Fuß hinein.
  • Tankt in Preveza oder Lefkada-Stadt auf — auf den abgelegenen Routen im Landesinneren sind Tankstellen rar.

Warum diese Reise am besten mit einem kompakten Camper gelingt

Diese Route führt in derselben Woche über schmale Inselstraßen, enge Hafenstädtchen und abgelegene Bergpfade:

  • Kein Parkstress in Parga: Wo größere Camper außerhalb der Stadt hängenbleiben, passt ein kompakter VW T6 problemlos in einen normalen Parkplatz nahe dem Zentrum.
  • Entspannt auf Lefkadas Klippenstraßen: Die schmalen, kurvigen Wege hinunter zu Porto Katsiki und Kathisma sind mit einem kleineren Camper kein Problem.
  • Volle Off-Grid-Komfort: Eingebaute Solarmodule und ein Kühlschrank bedeuten, dass ihr zwischen den Stopps eine Nacht an einem ruhigen Küstenabschnitt verbringen könnt, ohne auf Komfort zu verzichten.

Startet euer ionisches Abenteuer

Wir sind direkt am Flughafen Aktion. Ihr landet, wir geben euch die Schlüssel, und der Rest — Lefkadas Klippen, Pargas Hafen, der Acheron, Meteora — gehört euch.

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